Lippenvergrößerung: Methoden

Hallo, Montag! Diese Woche beginnt bei uns mit den Methoden der Lippenvergrößerung. Wir sind schon über die Vor- und Nachsorge-Möglichkeiten informiert, und das Grundprinzip des Prozesses, heute möchte ich ein bisschen über die verschiedene einspritzende Substanzen schreiben.
Grundsätzlich gibt es nur eine Methode, um eine Lippenvergrößerung vorzunehmen: Der behandelnde Arzt spritzt die gewählte Substanz unter die Lippen. Dabei werden in der Regel verschiedene biologisch abbaubare Materialien verwendet.
Das Unterspritzen von am Körper abgesaugtem Eigenfett ist zwar die aufwendigste Methode, das Risiko einer allergischen Reaktion ist aber bei dieser die kleinste. Poly-Milchsäure ist eine körpereigene Substanz, die voll-synthetisch erzeugt wird. Allergische Reaktionen sind in Zusammenhang damit bisher noch nicht bekannt geworden. Sie kann auch nicht durch tierische oder bakterielle Proteine verunreinigt werden. Diese Methode hält zwar für gewöhnlich recht lang (ca. ein Jahr) muss aber innerhalb kurzer Zeit (ein bis zwei Monate) mehrfach wiederholt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Es gibt noch Präparate aus Hyaluronsäure, die biotechnologisch hergestellt werden. Diese Substanz ist weich und vergleichsweise leicht zu spritzen. Zudem erzeugt sie im Normalfall keine Allergien. Allerdings hält der Effekt nicht so lange an. Kollagen gewinnt man von Rindern und lässt sich ebenfalls problemlos unterspritzen, da auch diese Substanz sehr weich ist. Es muss aber in Berücksichtigung genommen werden, dass sie in einigen Fällen allergische Reaktionen hervorruft und sollte deswegen vorher getestet werden.
Es gibt auch permanente Füllstoffe wie Artecoll oder Dermalive, bei denen jedoch von höheren Risiken berichtet wird. Artecoll enthält Acryl Perlen, die von Ausmass mikroskopisch gross sind und wird im Kollagen Trägermaterial aufgelöst. Nachdem das Trägermaterial aus den Geweben verschwunden ist, werden die umliegende Gewebe auf Faserbildung stimuliert. Das endgültige Ergebnis wird also durch Vermehrung eigenes Bindegewebs gewährleistet. Fallweise soll nach drei Monaten nach der ersten,durchgeführten Behandlung eine Lippenvergrösserung oder Faltenunterspritzung wiederholt werden.  Ca. 4 Wochen vor der eigentlichen Behandlung muss allerdings ein Allergietest auf Verträglichkeit des Mittels gemacht werden, da die Kollagenbeschichtung von Artecoll bei einigen wenigen Patienten Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen kann. Diese Allergien sind bei Dermalive nicht beobachtet worden.
Ihr seht ja, dass es ganz viele Methoden für Lippenvergrö ßerung gibt, die Entscheidung muss aber gründlich geschafft werden: es gibt deutliche Unterschiede bei Risiken und möglichen Nebenwirkungen, und beim Dauer der Behandlung. Die Beratung vom gewählten Arzt ist in diesem Fall natürlich auch die wichtigste. Im nächsten Post wird es um die Ohrenkorrektur gehen, also “stay tuned”, das Bereich der Schönheitseingriffe scheint ja unbegrenzt zu sein!

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